{"id":207,"date":"2007-01-03T18:57:13","date_gmt":"2007-01-03T17:57:13","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.schlosslauterbach.com\/?p=207"},"modified":"2013-04-19T11:19:33","modified_gmt":"2013-04-19T11:19:33","slug":"aus-dem-staatsarchiv-dresden","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.schlosslauterbach.com\/?p=207","title":{"rendered":"Aus dem Staatsarchiv Dresden"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" id=\"image206\" alt=\"df_db_001004_00327_klein.jpg\" src=\"http:\/\/blog.schlosslauterbach.com\/wp-content\/uploads\/2007\/01\/df_db_001004_00327_klein.jpg\" \/><\/p>\n<p>Eine Dokumentation der Besitzverh\u00e4ltnisse des Ritterguts \u00fcber mehrere Jahrhunderte. Gefunden im Staatsarchiv in Dresden. Erscheinungsdatum des Albums: 1845. Nachfolgend eine Auszug.<\/p>\n<p>&#8222;Die sch\u00f6nen Rittergutsgeb\u00e4ude, welche seit 1762 neu aufgebaut sind, stehen gegen das Dorf erhaben. Lauterbach war in den fr\u00fchesten Zeiten und bis zum 15. Jahrhundert ein Vorwerk vom Schlosse Crimmitzschau.<br \/>\nIm Jahre 1474 wurde dem B\u00fcrger und Tuchmacher HANS FEDERNAGEL, gegen das Recht des Wiederkaufs, Schloss und Amt Crimmitzschau von den CHURF\u00dcRSTEN ERNST UND DEM HERZOG ALBRECHT VON SACHSEN f\u00fcr 7500 rheinische Gulden verpf\u00e4ndet und etwas sp\u00e4ter auf gleiche Weise das Vorwerk Lauterbach \u00fcberliefert. S\u00e4mtliche von den F\u00fcrsten verpf\u00e4ndete G\u00fcter gingen nach Federnagels Tode, 1487, an dessen Schwager KILIAN SCHLICKER, \u00fcber, wurden jedoch 1495 vom CHURF\u00dcRSTEN JOHANN FRIEDERICH UND HERZOG JOHANN VON SACHSEN, einem Ritter, EHRENFRIED VON ENDE dem \u00c4lteren, in Lehn gegeben, welcher sie bereits nach vier Jahren, mit Bewilligung seines f\u00fcrstlichen Lehnsherrn, an HANS VON WEISSENBACH verkaufte.<br \/>\nBis zum Jahre 1603 blieb Lauterbach, welches unterdessen als selbstst\u00e4ndiges churf\u00fcrstliches Lehn von Schweinsburg getrennt worden war, im Besitz der Familie VON WEISSENBACH, von welcher es der Hofmarschall und Obrist BERNHARD VON STARSCHEDEL kaufte.<br \/>\nIm Jahre 1640 finden wir im Besitz von Lauterbach, den bekannten und oftberegten CARL VON BOSE, bekannt durch seine Fr\u00f6mmigkeit und ausgezeichneten Wohlt\u00e4tigkeitssinn f\u00fcr Kirchen und Schulen. Im Besitz dieser Famile blieb Lauterbach bis zum Jahre 1705, wo der letzte derselben, der edle Gerichtsherr KARL WILHELM VON BOSE auf einer Reise nach Leipzig, in Colditz starb.<br \/>\nDurch Kauf kam das Gut 1707 an die VON SCH\u00d6NBERG auf Gelenau u.s.w. Im Jahre 1840 starb der hiesige Collator, Herr Hauptmann CASPAR HEINRICH VON SCH\u00d6NBERG, ohne Hinterlassung m\u00e4nnlicher Nachkommen und die n\u00e4chsten Erben desselben nahmen das Gut in Besitz.<\/p>\n<p>Anmerkung:<br \/>\nDas Rittergut kam 1848 durch Kauf in den Besitz der Limbacher Industriellenfamilie EUGEN ESCHE, der 1884 anstelle des alten Herrensitzes den Bau des jetzigen Schlosses beauftragte. Dessen Erbe ARNOLD ESCHE beauftragte 1906 (wie zuvor schon sein Bruder Herbert Eugen Esche in Chemnitz) den belgischen Architekten Henry van de Velde mit dem Entwurf und Innenausbau der herrschaftlichen R\u00c3\u00a4ume des Schlosses. Im Jahre 1946 wurde er von der sowjetischen Besatzungsmacht im Zuge der russischen Bodenreform &#8222;Junkerland in Bauernhand&#8220;\u009d enteignet und &#8211; mit einer Bannmeile von 30 km belegt &#8211; vom Rittergut vertrieben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Dokumentation der Besitzverh\u00e4ltnisse des Ritterguts \u00fcber mehrere Jahrhunderte. Gefunden im Staatsarchiv in Dresden. Erscheinungsdatum des Albums: 1845. Nachfolgend eine Auszug. &#8222;Die sch\u00f6nen Rittergutsgeb\u00e4ude, welche seit 1762 neu aufgebaut sind, stehen gegen das Dorf erhaben. Lauterbach war in den fr\u00fchesten Zeiten und bis zum 15. Jahrhundert ein Vorwerk vom Schlosse Crimmitzschau. 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